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XXXIII.

Langsam wurden die Polizei und die Einwohner der Stadt misstrauisch. Es sickerte durch, das den Opfern mehrerer Überfälle
hinterher Blut fehlte. Die Polizei schob Überstunden, um die nächtlichen Patroullien zu erhöhen.
Die Leute mutmaßten viel. Irgendwann kursierte das Wort:
VAMPIR
Obwohl von den Gesetzeshütern keine Warnung veröffentlicht wurde, blieben immer mehr Menschen abends zu Hause.

Illja war verärgert. Es wurde immer schwieriger geeignete Opfer für seinen Bruder und sich zu finden.
Und Lilliane war hart! Erst mußten genügend Opfer für ihr Projekt angezapft werden.
Danach konnte er sich um die Befürfnisse seines Bruders und um seine eigenen kümmern.

Er verfluchte seine Tante jede Nacht auf`s Neue dafür, das sie seinem Bruder das Augenlicht genommen hatte.
Aber es war ein kluger Schachzug von ihr gewesen. So hatte sie sich seiner Loyalität versichert.
Mirko würde es an nichts fehlen, so lange er alles tat, was sie verlangte.
Nun durchstreifte er hungrig die dunklen Gassen. In einem Abbruchviertel fand er, wonach er gesucht hatte.
Ein kräftig gebauter, gesund wirkender Typ lungerte vor einem Snackautomaten herum.

Na, Lust auf eine neue Erfahrung? grinste er ihn an.

Illja versuchte, ihn durch seine Gedanken gefügig zu machen. Das funktionierte nur bei Blickkontakt.

Verpiss dich alter! kam es schroff von dem Kerl zurück.

Er starrte ihm frech in die Augen.

Mist - Kontaktlinsen.........dagegen kam Illja nicht an.

Also die harte, brutale Methode.

Er ging ihn direkt an.

Zu seinem Pech war der Kerl nicht unvorbereitet.
Er war wohl von Anfang an auf Kravall aus.
Ein scharfer Schmerz in der Rippengegend lähmte den Vampir.

Ein Messer........ Illja zog es heraus und presste seine Hand auf die Wunde,

um nicht das wenige Blut zu verlieren, das er noch in sich hatte.

Der Messerstecher türmte.

Illja brach in die Knie.

Er mußte hier schnellstens weg, bevor Verstärkung kam und sie ihn fertig machten.

Mühsam kroch er auf eine verfallene Haustür zu.
Ohne frische Nahrung konnte es Tage dauern, bis die Stichwunde restlos verheilt war.
Mit viel Glück würde er morgen Nacht genug Kraft aufbringen, einen Obdachlosen im Schlaf auszusaugen.
Wenn er sich vor dem Tageslicht verbergen konnte oder wenn er überhaupt einen fand.....
Am Größten war allerdings seine Sorge um Mirko.
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