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XXVIII.
Niko hatte sich nach ein paar Tagen, Dank Henry, wieder von dem Angriff erholt.
Er mochte den Onkel seiner Retterin.
Durch ihn hatte er auch ihren Namen erfahren.
Verflixt, er hatte sich immer noch nicht bei ihr bedankt.

Das wollte er bald nachholen, aber im Moment türmte sich ein Berg Arbeit vor ihm auf seinem Schreibtisch. Der Bericht war noch unvollständig und nun mußte er noch unnötig Möbel rücken. MIST!
Genervt begann er, die Möbel aus seinem Minibüro in seinen
Eingangsbereich zu schleppen und seinen PC wieder anzustöpseln. Das ging erstaunlicherweise schnell.
Immerhin hatte Henry ihn mit der Frau sprechen lassen, die überfallen worden war.
Neue Erkenntinisse gebracht hatte ihm das nicht. Sie stand immer noch unter Schock.
Er würde warten müssen. Wenigstens wußte er nun, wo er sie finden konnte.
Ihm ging die Begegnung noch einmal durch den Kopf.

Er hatte die Personalien erfragt.
Ihr Beruf war Lehrerin, Typ mausgrau, aber anscheinend nett.
Langsam war er auf den Überfall zu sprechen gekommen.
Ihr Blick wurde fahrig, sie begann zu zittern.

Henry hatte um eine Pause gebeten. Er war die ganze Zeit nicht von ihrer Seite gewichen.
Nur unter der Bedingung hatte er Niko zu seiner Patientin gelassen.
Als Niko schon fast aus dem Krankenzimmer war, hatte sie sich aufgerichtet und ein Wort gestammelt:
VAMPIR

Sie mußte wirklich verwirrt sein. Das konnte er so nicht in das Protokoll schreiben.
Was würde sein Chef dazu sagen?
Außerdem war das Quatsch! Vampire gab es nur in Filmen oder Geschichten.
Nachher würde er den Bericht des Pathologen vorliegen haben.
Dann würde er hoffentlich mehr wissen.
Genervt tippte er weiter an seinem Bericht.
Er hasste diese Arbeit. Außendienst war mehr sein Ding.

Das Handy klingelte, Harry war dran:
Irgendwelche Neuigkeiten?
Nein, die Frau steht immer noch neben sich.
Ihr Arzt weiß nicht, wie lange der Zustand anhält.
Er machte mir wenig Hoffnung, das sich das schnell ändert, dafür war der Vorfall zu heftig.
Tja, da kann man nichts machen, bleib trotzdem dran, ja?
Versuch ihr Vertrauen zu gewinnen.
Es bringt nichts, wenn ich ihr einen anderen Kollegen schicke.
Wäre es nicht sinnvoller, eine Kollegin zu schicken? Die wäre bestimmt einfühlsamer.
Nein, Du machst das schon!
Aber hol Dir Unterstützung von Außerhalb, wenn nötig.
Harry legte wieder auf.
Klasse, nun hatte er den Faden verloren.......
und das zum zweiten Mal. Wenigstens hatte er automatisch gespeichert.
Das war ihm in Fleisch und Blut übergegangen.

Henry hatte ihn vorhin unterbrochen mit seiner ungewöhnlichen Bitte.
Warum ausgerechnet er? Das konnte Henry unmöglich ernst meinen.
Er war doch kein Babysitter, auch wenn Katta schon ein Teenager und sehr reif für ihr Alter war.
Außerdem schob er Überstunden ohne Ende, seit sich die Überfälle häuften.
Wenn er vier Stunden Schlaf am Stück in seinem Bett bekam, war das reiner Luxus.
Nach seiner Arbeit saß er am PC und durchforstete alles, was er über ähnliche Fälle finden konnte.
Und das waren nicht wenige in den vergangenen Monaten gewesen.

Nachher würde Henry ein paar Möbel bringen.
Was hieß ein paar?
Wohin sollte er damit?
Keine Ahnung......... was nicht in die Abstellkammer passte, würde wohl in seinem Schlafzimmer und in der Wohnküche alles blockieren.

Er hatte nur die Abstellkammer, die er ihr überlassen konnte.
Was sollte er mit Katta machen?


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