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XXI.

Niko war am frühen Nachmittag aufgewacht

und wankte benommen zum Kühlschrank.

Nachdem er hastig einen Liter eiskalten Saft heruntergestürzt hatte, war ihm schlecht.

Blödmann, warum bist du auch so gierig...... schimpfte er mit sich selbst.

Zum Duschen konnte er sich nicht aufraffen.
Sein Magen rebellierte gegen das kalte Getränk und schwindelig war ihm auch.
Er schaffte es mit knapper Not zu seinem Bett. Dort sah er nach seiner Armbeuge.
Die Stelle um den Einstich schillerte blau - lila und schmerzte immer noch.

Wenn er nur herausbekäme, wer das getan hatte...... und warum.
In ein paar Tagen, wenn er wieder auf dem Damm war, würde er dem Nachtclub einen
erneuten Besuch abstatten.

Hallo, sind Sie da? weckte ihn eine Frauenstimme.
Er mußte eingenickt sein.
Ja, kommen Sie rein.

Sie folgte seiner Stimme.
Niko wußte nicht, wen er erwartet hatte.
Erstaunt sah er das großgewachsene, schlanke Mädchen eintreten.

Sie haben mich nach Hause gebracht? fragte er ungläubig.

Ja, mit einigen Schwierigkeiten. Geht es ihnen besser?
sie sollten zu einem Arzt gehen, Sie sehen immer noch blass aus.
Ich könnte sie zu meinem Onkel begleiten, seine Praxis ist nur eine Straße weiter.

Ich fürchte, dafür fehlt mir einfach noch die Kraft.
Haben sie einen Führerschein?

Nein, erst nächstes Jahr.

Waas? Sie sind erst siebzehn?
Was zur Hölle haben Sie dann mitten in der Nacht bei einem Nachtclub zu suchen?
Wissen Ihre Eltern das?

Ich wohne über dem Club bei meiner Großmutter und meinem Onkel......

Der Arzt? fragte er nach.

Nein, ich habe zwei Onkel. Der, bei dem ich wohne, ist Besitzer des Clubs.

Nikos Blick verfinsterte sich.

Soll ich meinen Onkel um einen Hausbesuch bitten oder möchten sie noch mehr
über meine Familie erfahren?
Kaum war ihr das herausgerutscht, biss sie sich auf die Zunge. Sie mußte vorsichtiger sein.

Rufen Sie bitte Ihren Onkel an. Ich bin es leid, mich so mies zu fühlen.

Katta ging telefonieren und Niko schleppte sich auf sein Sofa.

Mit geschlossenen Augen versuchte er, den Schwindelanfall zu unterdrücken.

Henry kommt nachher vorbei. Haben Sie schon etwas gegessen? wollte sie wissen.

Nein, ich glaube nicht, das ich es so schnell noch einmal bis zum Kühlschrank schaffe.

Katta ging ungefragt in seine Küche, holte Brot, Butter und Wurst aus dem Kühlschrank heraus.

Sie kramte in einer Schublade nach einem Messer und fand einen Teller.

Nebenbei schaltete sie den Wasserkocher ein und schmierte die Brote.

Hier, essen Sie. Katta hielt ihm den Teller mit Broten unter die Nase.
Niko öffnete erstaunt die Augen, fast war er wieder eingedöst.

Danke!

Katta durchsuchte schon wieder seine Küchenschränke.
Schließlich fand sie, wonach sie gesucht hatte: Instandbrühe.
Sie übergoß etwas von dem Pulver mit dem kochenden Wasser,
rührte um und brachte den dampfenden Becher ebenfalls zu Niko.

Niko kaute langsam. Diesmal war er vorsichtiger und lies sich Zeit.
Nach dem ersten Bissen fühlte er sich schon besser.

Woher wissen Sie, was mir gefehlt hat?

Ich war mal in einer ähnlichen Lage, bevor ich zu meiner Großmutter kam.

Mein Onkel kommt bald, aber ich muß wieder los. verabschiedete sie sich.

Bevor Niko seinen Happen herunterschlucken konnte, war sie weg.

Mist, er hatte sich nicht einmal richtig bei ihr bedankt oder nach ihrem Namen gefragt,
ärgerte er sich.

 



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