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XXXXIX.

Von wegen Selbstverteidigung.............

Die Freundinnen trafen sich und gingen Kattas kurze Liste durch. Sie hatte die Orte der Überfälle aufgelistet
und dazu noch scheinbar verlassene, von Menschen unbewohnte Häuser der Stadt.
Maja staunte, wie gründlich Katta vorgegangen war. Sie hatte für ihre Freundin Salz und Eisenhut mitgebracht.
Beide verabredeten, sich getrennt umzusehen, sich aber nach spätestens zwanzig Minuten wieder zu treffen.
Noch war es hell und sie waren nicht in Gefahr.

Die letzten Tatorte waren noch abgesperrt, also konnten sie dort nicht suchen.
Ein Gebäude befand sich in dieser Gegend noch auf ihrer Liste. Eine alte Fabrik, die teilweise für Fernfahrer
im Industriegebiet als Caffee und Duschmöglichkeit genutzt wurde.
Auch so manch illegales Kartenspiel fand hier statt.

Merkwürdig, das Niko den Ort auch markiert hatte. Er war als Tatort nicht bekannt.
Das war das letzte Gebäude für heute. Sie betraten den Truckertreffpunkt getrennt.

Katta ging zielstrebig nach hinten in Richtung Damentoiletten. Dort fand sie eine Wendeltreppe.
Unbemerkt von anderen stieg sie schnell hinauf.

Maja bestellte unterdessen scheinbar etwas zerstreut und hilflos einen Kakao.
bis jetzt herrschte wenig Betrieb, die meisten Fernfahrer würden erst nach 22.00 Uhr aufkreutzen.

Maja beschäftigte sich umständlich und geräuschvoll mit ihrem Getränk, behielt aber Eingang,
Uhrzeit und den Gang zu den Nasszellen unauffällig im Auge.

Nach der verabredeten Zeit tauschten die Mädchen ihre Plätze.
Es würde noch eine halbe Stunde hell bleiben.

Maja huschte nach oben. Katta hatte ihr eine SMS geschickt und beschrieben,
welche Räumlichkeiten sie durchsucht hatte.

Junges Fräulein, was machen Sie hier?

Schuldbewußt zuckte Maja zusammen und fuhr herum.

Sie hatte gerade aus dem Fenster einen der Überfallorte entdeckt.

Ähm...( improvisier was - schnell ) Entschuldigung, ich schaue mich für ein Architekturreferat um.

Dann hätten Sie vorher fragen können! Ich bin hier der Hausmeister.

Er sah netter aus, als er zuerst geklungen hatte.

Oh, das freut mich! Die Bedienung unten hatte nichts dagegen, das ich mich umsehe.
entschuldigte sich Maja mit einem strahlenden Lächeln.
Sie verwickelte den Mann in ein Gespräch über die Geschichte des Gebäudes.

Sie fragte auch nach dem Grund der Betriebsaufgabe und den heutigen Nutzern.
Der Hausmeister schwelgte in der Vergangenheit und erzählte einiges.
Mit einem Blick auf ihre Uhr bat Maja um ein erneutes Treffen, um noch mehr zu erfahren.

Als sie endlich zu Katta zurückkehrte, rutschte diese schon unruhig auf ihrem Stuhl herum.

Wo warst Du so lange? fragte sie vorwurfsvoll.
Ich habe mir Sorgen gemacht und war kurz davor Niko anzurufen.

Maja erklärte schnell und stellte mit einem besorgten Blick aus dem Fenster fest,
das es dunkel geworden war.
Oh oh, garnicht gut.............

Nun lass uns abhaun. Ich rufe uns ein Taxi....... Katta drängte zum Aufbruch.

Sie warteten draußen auf einer Bank.

 



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