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LVIII.

Richard, kannst Du vorbeikommen?
So ab Mitternacht schläft Amelia.
Ich würde Dich selbst besuchen, aber das schaffe ich noch nicht.

Wenn Du mir garantierst, das sie mich nicht zu Gesicht bekommt, bin ich da.

Das tue ich. Wir müssen dringend einiges besprechen.
Ist der Vampir verträglich, den Katta zu Dir gebracht hat?

Bis jetzt ja. Nur die Frau, die bei uns lebt, hat Angst vor ihm.

Ein Mensch?

Ja, das hat mit meiner Bitte zu tun. Ich werde Dir einiges erklären müssen.
Kennen noch andere von unserer Art Dein Versteck?

Nein, nur Amelia, ihr Neffe, unser Mündel und ihr Aufpasser, alles Menschen.

Gut. Wenn Du ihnen vertraust, kann ich das bis zu einem gewissen Grad auch.
Ich weiß, das Du nicht leichtfertig Freundschaften schließt.

Wenn Du wüßtest..... stöhnte Raik gequält.

Eine Frau?

Eine Vampirin..... Lilliane.

Was? Etwa die blutige Lilliane?

Der Beiname sagt mir nichts, aber möglich wäre es.
Ich war zu unvorsichtig......

Darüber unterhalten wir uns nachher. Halte Dich unbedingt von ihr fern! Alle,
die mit ihr zu tun bekommen, überleben ihre Nützlichkeit für Liliane nicht lange.
Bis nachher dann.

Marie, hilf Anna beim Ankleiden! Ich werde sie nachher mitnehmen. bat er Marie, die Anna Gesellschaft leistete.

Überrascht erhob sich Anna.

Das war noch nie passiert.

Sie mußte immer zu Hause bei Marie bleiben und sich schonen.

Anna brauchte trotz Maries Hilfe mehrere Anläufe, sich umzuziehen.

Sie verfluchte ihre Schwäche.

Marie sah zwischendurch nach Mirko,

dem sie ein Zimmer zugewiesen hatte.

Er schlief.

Anna wartete und vertrieb sich die Zeit auf gewohnte Weise.

Als nur noch kurze Zeit bis zur Abfahrt war, ging Richard in Annas Zimmer.

Seine Tochter saß niedergeschlagen und müde auf dem Teppich.

Nun komm, ich hoffe, das wir der Lösung ganz nahe sind. sagte er aufmunternd und half Anna hoch.

Ich bin es leid Vater, ich will nicht mehr...............

Nur noch dieser eine Versuch, bitte.........Richard zwang sich dazu, sanft zu ihr zu sprechen,
obwohl ihm mehr nach wütendem Gebrüll war.
Sie war zu knapp davor, aufzugeben.

Behutsam trug er seine Tochter zu seinem Wagen.
Unterwegs erzählte er ihr von seinem Freund Raik.

 



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