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LVII.


Katta hatte Mirko wohlbehalten bei Richard abgeliefert und war vom Taxifahrer bei Niko abgesetzt worden.

Leise schlich sie ins Bad und nahm eine schnelle Dusche. Sie wollte Niko nicht wecken und öffnete die Tür zu seinem Schlafzimmer.

Fassungslos starrte sie auf sein leeres Bett. Es war zerwühlt,........

....... aber dann fand sie einen Zettel.

"Mach Dir keine Sorgen, bin bald zurück.

Niko"

war eilig darauf gekritzelt.

Na toll, das konnte doch nicht wahr sein! Nächstes Mal würde sie ihn mit seinen eigenen Handschellen am Bett festketten!

Von wegen keine Sorgen machen........

er hatte gut Reden, er war krank und kaum in der Lage, sich lange auf den Beinen zu halten.

Katta wurde wütend über so viel Unvernunft.

Frustriert, nur abwarten zu können, schlurfte sie zum Sofa.

Er würde sich eine Menge anhören müssen, wenn er zurückkam!

Dabei hätte sie ihm gerne von Illja und seinem Bruder berichtet (natürlich nur die harmlose Fassung).

Um sich abzulenken zappte sie sich durch die verschiedenen Fernsehsender.

Plötzlich kam eine Sondernachrichtensendung über die alte Fabrik, bei der eine Schießerei stattgefunden hatte und gleichzeitig klingelte ihr Handy.

Sie hörte nur mit halbem Ohr zu, als sie Majas Nummer erkannte. Aber dann sah sie die Bilder........

Illja war dran.
Er informierte sie schnell, das Maja angeschossen wurde, im Krankenhaus war und er bis zum Morgen bei ihr bleiben würde.
Ob sie ab dann übernehmen könnte.

.............und danke, das Du Mirko da rausgehauen hast! Ich muß Schluß machen!
KLACK - er hatte aufgelegt.

Katta war außer sich........ ihre Freundin verletzt und Niko noch da draußen.......

Sie zwang sich wieder vor den Fernseher, um auf eine Wiederholung der Nachrichten zu warten.......

.............oder auf Niko..........

Niko....... wo bist du? dachte sie als letztes, bevor sie erschöpft einschlief.

Sie bekam nicht mit, wie Niko hereinkam.
Der Fernseher lief und ein erleichtertes Lächeln huschte über sein müdes Gesicht.

Katta lag eingerollt wie ein Kätzchen auf seinem Sofa und schlief.

Nachdem er das Gerät ausgeschaltet hatte, trug er sie zu seinem Bett.
Weiter hätte er es nicht geschafft. Seinen Wecker schaltete er aus. Katta würde morgen die zur Schule schwänzen und ausschlafen.
Den Schreibkram konnte er in ein paar Tagen erledigen. Harry hatte ihn notgedrungen angefordert, weil jemand bei der alten Fabrik eine Schießerei gemeldet hatte.
Niko hatte Kattas Zettel gefunden, aber genauso den aufgeschlagenen Stadtplan. Es ärgerte ihn, das er seine Sachen nicht besser vor ihr verborgen hatte.
Sie war zu intelligent und neugierig, um sich nicht einiges zusammenreimen zu können.
Wie groß seine Erleichterung war, als er sie nicht bei der Fabrik fand, überraschte ihn selbst. Als er die Bedienung vom Kaffestand befragte und
diese Maja und Katta beschrieb, schnürte es ihm vor Schreck fast die Kehle zu.
Er mußte sich eingestehen, das sie sich in sein Herz geschlichen hatte.
Unaufdringlich und langsam.
Zufrieden mit dem Wissen, das sie hier in Sicherheit neben ihm lag, schlief er ein.

 

 



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