|
IX.
Amelia und Katta verstanden sich blendend.
Sobald Katta kräftiger wurde, langweilte sie sich bei der von Henry verordneten Bettruhe.

Also legte Amelia ihr einige Bücher auf den Nachttisch. Katta wunderte sich.
Es handelte sich hauptsächlich um Vampirromane für Teenager.
Die gesamte Bis(s) - Reihe von Stefenie Meyer
und vier Bände von Lisa J. Smith mit dem Titel: Tagebuch eines Vampirs.
Auch alle sieben Harry Potter Bände von J.K. Rowling und von Cornelia Funke:
Tintenherz, Tintenblut und Tintentod waren dabei.
Was für eine ungewöhnliche Auswahl für eine so alte Dame.
Hatte Amelia sich beraten lassen?


Wie sich herausstellte, hatte sie die Bücher auch alle gelesen und
sie redeten stundenlang über die Helden der Romane.




Amelias Ziel war, das Katta die Möglichkeit ins Auge fasste,
das es tatsächlich Vampire und andere Wesen gab.
Sie wollte sie langsam und behutsam mit dem Gedanken vertraut machen.
Die selbsternannte Großmutter ahnte, das es sich wohl nicht vermeiden ließ,
das Katta eines Tages Raiks wahre Identität erfuhr.
Insgeheim hoffte sie, das Katta die Tatsache akzeptieren würde.

Wenn ihr noch mehr Zeit bleiben würde, könnte sie Katta sogar zu ihrer
Nachfolgerin ausbilden.
Sie dachte lange nach.
Sie würde mit ihrem Neffen darüber reden.
Ihre Enkelin würde jede Hilfe brauchen können, falls sie nicht mehr da war.

Katta mußte viel lernen, um in Raiks Welt zu überleben.
Gerade in den letzten Monaten waren nachts immer öfter
neue und fremde Vampire im Club aufgetaucht.
Die meisten kamen nur um sich mir ihresgleichen an einem neutralen Ort zu treffen.
Bei einigen zeichnete sich aber jetzt schon ab, das sie auf Ärger aus waren.
Sie missgönnten Raik den Club und das Ansehen als Geschäftsmann,
das er unter den Menschen genoss.
Bisher war es ihm gelungen, das keine blutigen Übergriffe auf seine
menschlichen Gäste stattgefunden hatten.
Nicht, das es ihn bei manchen gestört hätte.
Es waren einige Zuhälter und Dealer darunter, um die es nicht schade gewesen wäre.
Aber vor der örtlichen Polizei wollte er mit dem Club nicht ins Gerede kommen.
Da wäre eine Prügelei oder eine blutleere Leiche schon zu viel gewesen.
Das war auch sein Argument gewesen, das Katta den Club nie betreten durfte,
wenn er göffnet hatte.
Der war für sie tabu, genauso wie seine privaten Räume in der Wohnung.

Raik würde es sich nie verzeihen, wenn jemand, der Amelia nahe stand,
durch ihn, sei es direkt oder indirekt, zu Schaden kommen sollte.
Das alles wußte sie schon seid langem.
Aber nun Schluß mit den Grübeleien! mahnte sie sich.

Sie wollte Katta heute an der Privatschule anmelden, die Henry ihr empfohlen hatte.
Für den Grundkursus in Selbstverteidigung, der nächste Woche beginnen sollte,
hatte sie schon die Gebühr überwiesen.
Nachher würde sie mit Katta einkaufen fahren und möglicherweise lies sie
sich sogar zu einem Frisörbesuch überreden.
Katta war bescheiden, sie wollte nicht noch mehr von ihrer neuen Großmutter annehmen.
Also schritt Henry ein und versicherte ihr, das sie es nicht schaffen würde,
seine Tante in den Ruin zu treiben.
Sie sollte ihr die Freude lassen, sie zu betüdeln.
Als Gegenleistung nahm Katta sich vor, Amelia noch mehr im Haushalt zu helfen,

gut in der Schule
und in Selbstverteidigung zu werden und dann könnte sie,

wenn sie durfte, im Club putzen.
Sie schrieb einen kurzen Brief an Raik und klebte ihn an die Tür zu seinem Räumlichkeiten.
Seit Henry verkündet hatte, das sie wieder gesund war und das Bett verlassen durfte,
hatte sie den Hausherren nur wenige Male kurz im Vorbeigehen gesehen.

Irgendwie machte er ihr Angst, solange sie nicht mit ihm allein sein müsste,

konnte sie sich vor Amelia zusammenreißen.
Aber außer Henry machten ihr sowieso alle Männer Angst.

Warum das so war, mußte mit ihrer Vergangenheit zusammen hängen.
Erklären konnte sie das nicht, es war einfach so.

nach oben
nPage.de-Seiten: Der Nosth Storm Clan braucht DICH! | meinemafia.de/liberty-town anmelden
|